Sonntag, 12. Juli 2009

Naturtextilien Hanf

Hanf ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hanfgewächse.

Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen (männlicher Hanf als Zierpflanze) der Welt, beide Arten werden vielseitig genutzt: Neben dem Gebrauch als Faserpflanze und Drogenpflanze findet Hanf auch als Heil- und Ölpflanze Verwendung.

Hanf ist eine meist diözische, einjährige, krautige Pflanze.

Die Blätter sind handförmig zusammengesetzt (palmat), der Rand ist gesägt. Die Anzahl der Blättchen an einem Blatt schwankt: Die ersten Blattpaare haben gewöhnlich nur ein Blättchen, nachfolgende können bis zu 13 haben (gewöhnlich sieben bis neun, je nach Genetik und Umweltbedingungen). Zur endständigen Blüte hin nimmt die Blättchenzahl wieder bis auf ein Einzelblättchen ab. Die Blätter sind im unteren Bereich vorwiegend gegenständig, weiter oben wechselständig.

Die Blüten des Hanfs sind imperfekt; männliche und weibliche Blüten wachsen in der Regel auf unterschiedlichen Pflanzen, allerdings sind auch monözische Pflanzenexemplare beschrieben.Die männlichen Blüten sind lose in Rispen, die weiblichen in Trauben angeordnet. Unter monözischen Exemplaren kommen die unterschiedlichen Blütentypen manchmal in separaten Blütenständen, manchmal in einem Blütenstand vor.

Alle bekannten Formen des Hanfs sind windbestäubt. Die „Samen“ des Hanfs sind Achänen.

In der Natur ist Hanf diploid, die Chromosomenzahl beträgt 2n=20, in Kultur wurden auch polyploide Pflanzen herangezüchtet.

Cannabinoide, Terpenoide und andere flüchtige Substanzen werden von Trichomen, die gehäuft auf den Kelchblättern und Tragblättern weiblicher Pflanzen auftreten, abgegeben.

Ursprünglich war Hanf vermutlich in Zentralasien beheimatet. Da er durch menschliches Zutun seit Tausenden von Jahren immer weiter verbreitet wurde, lässt sich das natürliche Verbreitungsgebiet jedoch nicht mehr sicher genau eingrenzen. Heute ist Hanf fast weltweit in den gemäßigten bis tropischen Zonen zu finden, sowohl kultiviert als auch verwildert.

Die Gattung wurde ursprünglich anhand von Cannabis sativa als monotypische Gattung von Carl von Linne 1753 erstbeschrieben. Lamarck teilte dann 1785 die indische Sippe anhand morphologischer Merkmale und der berauschenden Fähigkeit als Cannabis indica ab und der russische Botaniker Dmitrij E. Janischewsky erstbeschrieb 1926 Cannabis ruderalis. Im 20. Jahrhundert war die Systematik der Gattung jedoch weitgehend umstritten, neben dem Modell dreier eigenständiger Arten fassten einige Autoren die drei Sippen sämtlich als Unterarten von Cannabis sativa auf, vereinzelt wurden auch noch weitere Arten beschrieben, die sich allerdings meist nicht durchsetzten.

2003 verfasste der Amerikaner Karl W. Hillig eine ausführliche genetische Untersuchung anhand von 157 Populationen weltweit, die den Artrang von Cannabis sativa und Cannabis indica bestätigte. Die Eigenständigkeit von Cannabis ruderalis konnte jedoch nicht sicher nachgewiesen werden, eine spätere Arbeit zur Chemotaxonomie der Gattung bestätigte diese Ergebnisse und verengte den Umfang der Gattung auf zwei Arten:

* Hanf (Cannabis sativa) L.
o Kultur-Hanf Cannabis sativa var. sativa
o Wild-Hanf Cannabis sativa var. spontanea Vav

Quelle Wikipedia Hanf / Stickwörter: Naturfaser Naturtextilien Hanf Bekleidung Mode Hanfhose Hanf Shirt

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