Freitag, 19. Juni 2009

Biobaumwolle / Organic Cotton

Information zu "Bio-Baumwolle bzw. Organic Cotton"

Die Baumwollpflanze ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse (malvaceae). Aus den Samenhaaren der Sträucher wird die Naturfaser Baumwolle gewonnen. Die Samen der Baumwollpflanze sind giftig, sie enthalten Gossypol. Die Fasern an den Samen der Früchte sorgen dafür, dass die Ausbreitung der Pflanze mit dem Wind über große Distanzen möglich ist.

Es gibt verschiedene Arten der Pflanze, die erst einmal in wild wachsende und Kulturbaumwollarten unterteilt werden. Letztere wiederum unterscheiden sich nach Anbaugebieten, je zwei Arten werden der sogenannten Alten und Neuen Welt zugeordnet.

In der Textilverarbeitung unterscheidet man die Baumwolle vor allem nach ihrer Faserlänge, auch Stapellänge genannt. Je länger eine Faser ist, desto hochwertiger wird sie eingestuft. Ein Minimum von 10 mm darf hierbei nicht unterschritten werden, die längsten Fasern haben eine Länge von 30 bis 40 mm. Nachdem Fasern und Samen voneinander getrennt wurden, werden die Fasern gereinigt. Anschließend spinnt / kämmt man sie zu dünnen Fäden, Stränge und Garne aus denen dann Textile Flächen ( Gewebe, Gestricke und Wirkwaren ) hergestellt werden können. Baumwollstoff ist sehr hautverträglich und, gegenüber Kunstfasern, ein sehr saugfähige Faser.

Vor allem in tropischen Gebieten wird Baumwolle bereits seit Jahrtausenden zur Herstellung von leichter Kleidung verwendet. Auch in Ägypten, Indien und Mexiko sind Jahrtausende alte Aufzeichnungen über Baumwolle gefunden worden. Erst in der frühen Neuzeit begann sich die Baumwolle nach und nach auch gegen Flachs und Hanf in Europa durchzusetzen. Bis weit in das 20. Jh. hinein blieb Baumwolle das wichtigste Exportgut Südamerikas.

Heute wird auf 5 Kontinenten Baumwolle angebaut, in vielen Fällen sind es neue Züchtungen und genmanipulierte Arten. Aus Umweltsicht ist der Anbau von Baumwolle sehr bedenklich, da im Zuge dessen weltweit ein Höchstmaß an Düngemitteln und Insektiziden verwendet wird. Doch nicht nur der hohe Einsatz von Chemikalien sondern auch der große Wasserverbrauch bringen den Baumwollanbau in Verruf.

In Entwicklungsländern ist der kleinflächige Anbau oft wichtige Einkommensquelle der Bauern. Die Bearbeitung erfolgt hier oft ohne nennenswerten Einsatz von Chemikalien und ohne künstliche Bewässerung. Einige Bauern haben den Anbau ihrer Baumwolle nach organic cotton Richtlinien zertifizieren lassen, wie auch viele der Bauern in der Chiang Mai und Chiang Rai Region im Norden Thailands sowie in Laos, die mit uns zusammenarbeiten.

Bio-Baumwolle bzw. organic cotton hat derzeit leider nur einen Anteil von etwa 0,1% des Weltmarktes.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen