Sonntag, 21. Juni 2009

Haremshosen

In den 80er Jahren machte die Rapperszene die lässigen orientalischen Haremshosen mit dem tiefen Schritt zum ersten Mal in der westlichen Welt bekannt. Im vorderen Orient wurde das bequeme Stück aus Baumwolle schon vor Jahrhunderten von Männern und Frauen gleichermaßen getragen, hat sie doch bei großer Hitze unschätzbar komfortable Qualitäten. Allerdings konnte sie sich im ersten Anlauf in Europa noch nicht flächendeckend durchsetzen.

Die Haremshosen oder Sarouelhosen werden gern mit den Jodhpurhosen verwechselt, die die Engländer in Indien entwickelten. Die Jodhpurhosen sind jedoch nur an den Oberschenkeln weit gearbeitet und wird an den Unterschenkeln stiefelgerecht eng, hat aber eine normale Schrittlänge. Eine Haremshose hängt dagegen in der inneren Mitte fast bis zum Knie und bauscht sich locker um den ganzen Hüftbereich, während sie nach unten hin schmaler wird.

Im Sommer 2008 sah man die Hosen an Modemutigen in Deutschland schon gelegentlich, während sie sich bei den europäischen Nachbarn im Norden und Westen schon zum Trendteil gemausert hatte- in Dänemark und Frankreich prägt die lässige Pluderhose längst das Straßenbild. Im Frühjahr 2009 schafften die Haremshosen es schließlich auf die internationalen Laufstege, vor allem in der 7/8-Variante mit breitem Bündchen am Abschluss wurde sie in knalligen Uni-Farben aus weichfallenden Jerseystoffen zum Eyecatcher der Fashion-Weeks.

Der Schnitt lässt weibliche Hüftrundungen nicht eben schmaler erscheinen, deshalb kommt es entscheidend auf die richtige Kombination an. Zur Haremshose muss unbedingt die Taille betont werden, sonst tendiert der Look leicht zum Michelin-Männchen. Einen breiten Gürtel um die Taille und hohe Schuhe stellen die gewünschten Proportionen wieder her. Wer das hippe Orientteil zum großen Abendauftritt tragen möchte, kombiniert es am besten mit einem angesagten Spenzer Jäckchen, das gern ein wenig glitzern darf.

Aladinhose - Haremshose - Haremhose - Harem Hose - Aladdin Hosen

Samstag, 20. Juni 2009

Sari - Salwar - Shalwar

Sari

In Indien, Bangladesh und Pakistan ist der Sari bis heute ein viel getragenes Kleidungsstück. Allerdings wird er in Pakistan heutzutage eher selten getragen, meist von älteren Frauen, da er vom Salwar Kameez, auch als Punjabi oder Panjabi Dress bekannt, fast verdrängt wurde. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass der Sari teilweise den Bauch freigibt und er zudem mit einem kurzärmligen Oberteil kombiniert wird. Dies entspricht nicht den islamischen Anforderungen an ein Kleidungsstück für die Frau.

Interessanterweise ist der afrikanische Thobe, wie er vor allem im Sudan getragen wird, dem Sari sehr ähnlich. Der Thobe unterscheidet sich nur dadurch, dass er auch die Kopfhaare und den Bauchbereich bedeckt.

Zumeist sind die Saris, besonders die Alltagssaris, aus Baumwolle gefertigt. Dies ist natürlich gerade bei höheren Temperaturen sehr sinnvoll.

Für Hochzeiten und besondere Gelegenheiten werden jedoch kunstvolle Saris angefertigt, die reich bestickt sind und oft auch zusätzlich mit kleinen Perlen und Spiegelchen verziert sind. Diese Art von Sari ist meist aus sehr hochwertigen Stoffen. Reine Baumwolle kommt hier kaum zur Verwendung.
Ein Sari wird ausschließlich von Frauen getragen.

Als ein Gegenstück für Männer könnte man den Tahband oder Longhi bezeichnen. Dies ist ein einfacher großer Schal, der um die Hüften gewickelt wird. Er ist zumeist knöchellang, teilweise wird er aber auch kürzer getragen.

Als Oberteil wird hier meist ein einfaches Hemd getragen. Landarbeiter oder ähnlich schwer arbeitende Menschen wie Maurer lassen im Sommer das Oberteil auch einfach ganz weg.

Leider ist der Longhi heutzutage kaum noch vertreten. Besonders in den Städten wird man ihn kaum noch antreffen können. Im dörflichen Alltag und bei körperlich schwer arbeitenden Menschen(Maurern, Hilfsarbeitern in der Landwirtschaft) wird er jedoch noch oft getragen.

Im Gegensatz zum Sari ist der Tahband bzw. Loghi im gesamten Orient verbreitet, man trifft ihn also auch in arabischen Ländern an.

Shalwar Pluderhose - Salwar Kameez

Salwar Kameez

Der Salwar Kameez, der auch als Punjabi Dress oder Punjabi bezeichnet wird, ist Das Kleidungsstück der Frauen in Pakistan. Ein Sari wird hier kaum im Alltag anzutreffen sein.

Verschiedene Schreibweisen werden für den Salwar Kameez verwendet wie z.B. Shalwar Kamiz, Salwar Kamees oder Shalwar Kameez. In Indien wird er meist als Kurta Pijama bezeichnet. Kurta steht hier für den Kameez und Pijama für die Hose.
Ein Salwar Kameez besteht aus einer weit geschnittenen Pluderhose, der Salwar, und einem passenden Oberteil, dem Kameez.

Bei Frauen erfreut sich die Verwendung eines farblich passenden Schals, der Dupatta, großer Beliebtheit. Diese sogenannten Sets werden als "three piece suits" bezeichnet, das Oberteil, die Hose und der Schal sind farblich und vom Design her aufeinander abgestimmt.

Die Stoffe für den Salwar Kameez unterscheiden sich je nach Jahreszeit.
Die Hose besitzt zumeist einen eingenähten Tunnelzug, durch den traditionell ein gewebtes Kordelband, das als Nala bezeichnet wird, eingezogen wird. Ein normales Gummiband erfreut sich jedoch an Stelle des Nalas zunehmender Popularität.

Im Sommer wird hauptsächlich Lawn getragen, ein sehr dünner und feiner Baumwollstoff, der manchmal leicht transparent ist. Bei durchsichtigen Stoffen, wird unter dem Kameez ein zusätzliches dünnes Unterhemd, zumeist kurzärmlig, getragen, das man als Shameez bezeichnet.

Im Herbst und Winter kommen dickere Baumwollstoffe, reine Wolle, Mischgewebe oder Velvet(Pannesamt) zu Verwendung.

Bei dem Design der Stoffe sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Eine reichhaltige Auswahl an Farben und Drucken bringt immer wieder neue Moden hervor.

Die Mode wechselt hierbei meist alle zwei bis drei Jahre.
Auch die Schnittgestaltung des Salwar Kameez ist einem gewissen Modediktat unterworfen.

Meist betrifft dies die Hosenabschlüsse - mal eng, mal weit - den Kameez - mal lang und weit, mal kurz und eng und die Ärmel - eng geschnitten oder weit.

Variationen des Salwar Kameez trifft man in Nordpakistan, in der Tribal Area rund um Peshawar und in Baluchistan, und im Iran. Dort wird der Salwar Kameez sehr viel weiter getragen.
Der Kameez ist eher einem Kleid ähnlich, ist sehr lang und besitzt sehr weite Ärmel. Die Hose ist ebenfalls sehr weit geschnitten.

Der Salwar Kameez wird von Männern wie Frauen getragen.
Während bei Frauen bedruckte sowie unifarbene Stoffe möglich sind, kommen bei Salwar Kamees für Männern ausschließlich einfarbige Stoffe zur Verwendung.
Beliebt sind hier Farben wie Weiß, Creme, verschiedene Blautöne, Dunkelgrün und verschiedene Brauntöne.
Verzierungen sind bei Männerbekleidung nur in Form von Stickerei an der Knopfleiste des Kameez zu finden.

Freitag, 19. Juni 2009

Biobaumwolle / Organic Cotton

Information zu "Bio-Baumwolle bzw. Organic Cotton"

Die Baumwollpflanze ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse (malvaceae). Aus den Samenhaaren der Sträucher wird die Naturfaser Baumwolle gewonnen. Die Samen der Baumwollpflanze sind giftig, sie enthalten Gossypol. Die Fasern an den Samen der Früchte sorgen dafür, dass die Ausbreitung der Pflanze mit dem Wind über große Distanzen möglich ist.

Es gibt verschiedene Arten der Pflanze, die erst einmal in wild wachsende und Kulturbaumwollarten unterteilt werden. Letztere wiederum unterscheiden sich nach Anbaugebieten, je zwei Arten werden der sogenannten Alten und Neuen Welt zugeordnet.

In der Textilverarbeitung unterscheidet man die Baumwolle vor allem nach ihrer Faserlänge, auch Stapellänge genannt. Je länger eine Faser ist, desto hochwertiger wird sie eingestuft. Ein Minimum von 10 mm darf hierbei nicht unterschritten werden, die längsten Fasern haben eine Länge von 30 bis 40 mm. Nachdem Fasern und Samen voneinander getrennt wurden, werden die Fasern gereinigt. Anschließend spinnt / kämmt man sie zu dünnen Fäden, Stränge und Garne aus denen dann Textile Flächen ( Gewebe, Gestricke und Wirkwaren ) hergestellt werden können. Baumwollstoff ist sehr hautverträglich und, gegenüber Kunstfasern, ein sehr saugfähige Faser.

Vor allem in tropischen Gebieten wird Baumwolle bereits seit Jahrtausenden zur Herstellung von leichter Kleidung verwendet. Auch in Ägypten, Indien und Mexiko sind Jahrtausende alte Aufzeichnungen über Baumwolle gefunden worden. Erst in der frühen Neuzeit begann sich die Baumwolle nach und nach auch gegen Flachs und Hanf in Europa durchzusetzen. Bis weit in das 20. Jh. hinein blieb Baumwolle das wichtigste Exportgut Südamerikas.

Heute wird auf 5 Kontinenten Baumwolle angebaut, in vielen Fällen sind es neue Züchtungen und genmanipulierte Arten. Aus Umweltsicht ist der Anbau von Baumwolle sehr bedenklich, da im Zuge dessen weltweit ein Höchstmaß an Düngemitteln und Insektiziden verwendet wird. Doch nicht nur der hohe Einsatz von Chemikalien sondern auch der große Wasserverbrauch bringen den Baumwollanbau in Verruf.

In Entwicklungsländern ist der kleinflächige Anbau oft wichtige Einkommensquelle der Bauern. Die Bearbeitung erfolgt hier oft ohne nennenswerten Einsatz von Chemikalien und ohne künstliche Bewässerung. Einige Bauern haben den Anbau ihrer Baumwolle nach organic cotton Richtlinien zertifizieren lassen, wie auch viele der Bauern in der Chiang Mai und Chiang Rai Region im Norden Thailands sowie in Laos, die mit uns zusammenarbeiten.

Bio-Baumwolle bzw. organic cotton hat derzeit leider nur einen Anteil von etwa 0,1% des Weltmarktes.

Samstag, 13. Juni 2009

Pluderhosen Haremshosen Mode Fashion Trend

Pluderhosen Mode Fashion Trend

Immer wieder lassen sich Modedesigner von historischen „Mode“-Kreationen inspirieren. Auch von den Pluderhosen (auch Puffhose genannt) der späteren Renaissance. Diese sehr weit geschnittenen Hosen waren damals vor allem bei den Männern sehr beliebt. Meist bauschten diese sich locker um den gesamten Hüftbereich und wurden nach unten immer schmaler. Die Hosen reichten sie bis zum Knie/Knöchel und waren aus einem guten Grund an den Seiten „geschlitzt“: denn damals war es „in“, die edlen und oft sehr teuren Futterstoffe der Pluderhose dadurch hervor blitzen lassen zu können. Kurz vor dem Ende des 16. Jahrhunderts wurde aus der einstigen Pluder- eine Art Kniebundhose.

Auch der Orient wurde auf die Pluderhosen aufmerksam. Hier wurden sie schon vor Jahrhunderten getragen. Schließlich waren sie bequem und zweckmäßig dazu: denn bei der oftmals extremen Hitze ließen sie viel Luft an die Haut – und dies wirkte sehr kühlend und angenehm. Gleichzeit wurden die „heißluftballonartigen“ Hosen aber auch im Bereich der orientalischen Trachten verwendet – auch hier wurden diese von Männern und Frauen gleichermaßen getragen. In den 80ziger wurde die Pluderhosen von Stars wie Vanilla Ice oder auch MC Hammer getragen - sie gehörten zur amerikanischen Rapper-Szene. Dadurch wurden die lässig-luftigen Hosen u.a. auch in der westlichen Welt bekannt. MC Hammer z.B. zog für seine Bühnenshows oftmals eine neonfarbende Pluderhose an. Schrill

Im 19. Jahrhundert bemühte sich die Amerikanerin Amelia Bloomers um eine Reform in Sachen Frauenbekleidung. Sie setzte sich für mehr Bewegungsfreiheit ein. Ihr Vorhaben: die Abschaffung der Korsetts und Einführung von knielangen Röcken, unter denen Pluderhosen getragen werden sollten („Blommer-Kostüm“). Dieser Reform-Versuch scheiterte allerdings.

2008 waren die Pluderhosen auch bei uns schon ab und an zu sehen. Jetzt allerdings haben sie es auf die internationalen Laufstege geschafft und wurden hier zum modischen Eye-Catcher! Also nicht wundern, wenn die ausgefallenen Beinkleider demnächst wieder öfter im Straßenbild zu sehen sind. Am besten einfach selbst anprobieren!

Unterdrückung und Diskriminierung der Nativen Peruaner



Ein ergreifender Apell an die Vernunft - Solidaritat en el Negocio Justo -

Mittwoch, 10. Juni 2009

Yogohosen Thai Fisherman Hosen

Über zwei Jahre der Vorbereitung sind in dieses Projekt eingeflossen, mit dem Ziel Fair gehandelte Baumwollhosen aus Biologischen Anbau im heimischen Markt anzubieten.

Nun ist es so so weit ! Endlich sind Sie da, die ersten 500 Thai Fisherman Hosen für Yoga und Freizeit sowie viele andere Ethno Pluderhosen Aladinhosen in bequemen Shalwar Schnitt.

Im Juni wird unser Angebot auf Fair Trade Hemden aus Naturbaumwolle sowie Private Label T -Shirts aus fairem Handel ausgebaut.